Sonntag, 1. April 2012

Great Ocean Road

Nachdem wir die erste Fähre am Morgen von Kangaroo Island aufs Festland zurück genommen haben, stand uns erstmal wieder eine lange Fahrt bevor – 700 km to go bis die Great Ocean Road anfängt. Die Great Ocean Road ist 250 km lang und ist das größte Kriegsdenkmal der Welt. Soldaten aus dem ersten Weltkrieg bauten diese Straße in Gedenken an ihre verstorbenen Kameraden. Außerdem beherbergt sie den meist fotografiertesten Ort in Australien – die zwölf Aposteln. 


Da die Temperaturen doch recht frisch waren und es auch nur selten freie Duschen auf dem Weg gab, entdeckten wir ein neues Prinzip für uns: viele Hostels erlauben für den halben Preis campen im Garten. Man darf alle Einrichtungen des Hostels nutzen, schläft aber im Auto. Somit hatte man wenigstens vor dem schlafen gehen einen warmen und gemütlichen Platz und mal ein richtiges Dach über dem Kopf. Denn Mamas und Papas, wir sollten ja nicht immer an der falschen Stelle sparen ;-). Somit konnte man auch mal gemütlich den Abend zur Belustigung aller anderen Mitbewohner mit einem netten Puzzle verbringen ;-)


Als wir es uns gerade so richtig gemütlich gemacht hatten, bekam Kathi die Hiobsbotschaft, dass sie ihre Handtasche im 300 km entfernten Red Rooster (Fastfood-Laden) liegen gelassen hatte. Glücklicherweise hatten die netten Finder, die Bank angerufen, die sich dann mit Kathi in Verbindung gesetzt hat. Somit hieß es am nächsten Morgen erstmal wieder fahren, fahren, fahren. Leider in die falsche Richtung. Dabei muss man bedenken, dass wir immer nur mit 80 durch Australien tuckern und selbst von LKWs überholt werden. Aber wir hatten uns eh schon gewundert, dass so lange nichts mehr schief gelaufen ist, sehr überraschend war das Desaster deswegen nicht ;-).

Am Abend, pünktlich zum Sonnenuntergang, erreichten wir dann endlich die Great Ocean Road und waren absolut überwältigt von dem Anblick, der sich uns bot. Schon die ersten Aussichtspunkte waren der Hit….




… doch sie wurden noch getoppt von den zwölf Aposteln. Steinfelsen im Meer, geschaffen durch Wind und Wasser, von denen jedoch nicht mehr alle zwölf stehen. Wenn man es nicht gesehen hat, kann man sich wirklich nicht vorstellen, WIE atemberaubend es aussieht.


Sofort beschlossen wir, dass es sich für diesen Ort wirklich lohnt, früh aufzustehen, um sie beim Sonnenaufgang zu sehen. Nach einer seeeehr seeeehr kalten Nacht, hieß es dann um sechs Uhr morgens raus aus den Federn (was uns einfach nur  zu sehr an alte Erntezeiten erinnerte).


Leider schob sich im letzten Moment des Sonnenaufgangs eine Wolke vor die Sonne, sodass es für uns nur ein halber Sonnenaufgang war. Das frühe Aufstehen hat sich trotzdem gelohnt, da man den Anblick noch viel mehr genießen kann, wenn nicht zwanzig andere Leute um einen herumstehen.


Nachdem wir dann nochmal ein kurzes Schläfchen im Auto gehalten haben, um auf besseres Wetter zu warten, ging es zu weiteren Sehenswürdigkeiten der Great Ocean Road.
Die London Bridge…


 Lord Arch Gorge…


Und weitere Aussichtspunkte….



Die Nacht verbrachten wir dann auf einem freien Campingplatz am Johanna Beach, welcher auch absolut sehenswert war.


Am nächsten Morgen ging es in den Great Otway National Park. Dort zahlten wir doch tatsächlich 25 Dollar pro Person, für einen Bushwalk über den Kronen des Regenwaldes, was sich jedoch absolut nicht gelohnt hat. Das Problem war unserer Meinung nach, dass die Kronen des Regenwaldes über den 25 Meter hohen Gehstegen waren, sodass wir den Regenwald nicht wirklich – wie gehofft - von ganz oben überblicken konnten.


Selbst der 50 Meter hohe Turm erfüllte nicht die Erwartungen.



Weiteres Problem war das riesig hohe Geländer am Rand, über das wir Zwerge nur mit Mühe und Not drüber gucken konnten.


Besser gefallen haben uns da schon die Triplet Falls, ganz in der Nähe des Bushwalks, zu denen man circa eine halbe Stunde durch den Regenwald gelaufen ist.


Zur Übernachtung ging es dann weiter bis zum netten Rentnerörtchen Apollo Bay, wo wir wieder vor einem Hostel geschlafen haben.

Bei traumhaftem Wetter ging es am nächsten Tag weiter die Great Ocean Road lang, diesmal mit toller Aussicht von der kurvigen Straße aus.



Bevor wir auf erfolgreiche Koalasuche am Kennett River gingen und um das schöne Wetter so richtig zu genießen, haben wir uns sogar mal was gegönnt – einen leckeren Kaffee mit Meerblick in Lorne.


Wir waren hinterher auch richtig froh über diese kleine Entspannungspause, denn die nächste unerwartete sportliche Aktivität wartete schon auf uns. Nachdem wir zu dem Weg zu den Erskine Falls mehrmals durch Schilder vor der starken Steigung der Straße hinunter zu den Falls gewarnt wurden und die Straße wirklich immer steiler wurde, entschieden wir uns doch auf Nummer sicher zu gehen. Da unser Auto sogar schon bei kleinen Hügeln nur mit Mühe und Not mit 30 km/h den „Berg“ bezwingen kann, trauten wir ihm nicht ganz zu, dass es uns auch wieder hinauf bringen könnte. Somit hieß es laufen. Der Weg war doch noch weiter als gedacht und selbst für Fußgänger sehr steil. Vor allem der Gedanke an den Weg zurück bereitete uns Sorge. Denn ihr müsst wissen, wir sind wirklich die unsportlichsten Menschen der Welt geworden und versuchen Treppen und längere Wege so gut wie es geht zu vermeiden. Nach einem 10 Minuten Walk fühlen wir uns schon, als hätten wir uns mal wieder so richtig bewegt.


Der Weg hat sich doch auf jeden Fall gelohnt J




Nachdem wir auf dem Parkplatz an den Erskine Falls niemanden gesehen haben, der uns mit nach oben zu unserem Auto nehmen könnte, sahen wir es ein: wir müssen hochlaufen. Nach 10 Minuten unendlich anstrengendem Aufstieg, erbarmten sich doch noch ein paar Australier und sammelten uns ein.
Letzter Stopp auf der Great Ocean Road für uns war Bells Beach, der berühmteste Surfstrand Australiens. Dort wir erfuhren wir, dass dort bald die Surfweltmeisterschaft Rip Curl Pro stattfinden wird.

Nach elterlichem Rat und letztendlich auch dem Kommentar eines Passanten „Eure Reifen sind aber platt!“, beschlossen wir dann auch endlich mal die Sache in Angriff zu nehmen. Etwas hilflos standen wir an der Tankstelle und suchten erst  bei Google Rat und anschließend bei einer Mitarbeiterin, wie viel bar (oder was ist die Einheit?!) wohl in unseren Reifen sein sollte. Letztendlich hatten wir 20 bar zu wenig, jetzt fährt unser Auto wieder wie ne Eins J



Nach Kangaroo Island hatten wir eigentlich beide das Gefühl, dass wir erstmal wieder genug von Natur haben und konnten es kaum erwarten endlich mal wieder in eine richtige Stadt in ein Hostel mit anderen jungen Leuten zu kommen. Die Great Ocean Road hat uns jedoch wirklich so gut gefallen, dass wir sie trotzdem noch jeden Tag genießen konnten!

Nach einer letzten kühlen Nacht im Auto ging es dann ab nach Melbourne, wo wir uns für ein paar Tage ein Hostel gegönnt haben. Hier haben wir auch einen alten Freund aus Shepparton getroffen, der uns direkt mit dem ganzen Hostel bekannt gemacht hat.

Mehr von Melbourne schreiben wir euch in ein paar Tagen, wenn wir wieder hierhin zurückkehren, jetzt geht’s nämlich erstmal wieder ein Stück zurück zum Bells Beach um die Gelegenheit zu nutzen, die weltbesten Surfer zu bewundern. 

Freitag, 23. März 2012

Kangaroo Island – „Nice work, Mother Nature!”

Nachdem unsere Shepparton-Crew uns endlich auf die Idee gebracht hatte, einfach eine Plane für unser undichtes Auto zu kaufen, ging es nun endlich wetterfest nach Kangaroo Island.



Die circa 1 ½ stündige Fahrt von Adelaide zum Cape Jervis war landschaftsmäßig  schon die Fahrt wert.



Am Cape angekommen, nahmen wir am späten Nachmittag die unglaublich überteuerte Fähre zur 155 km langen Insel.


Abends machten wir nach einem gemütlichen Abendessen einen Strandspaziergang um in Anschluss daran, nach Sonnenuntergang, auf Pinguine zu warten.



Diese kommen dort Nachts zum schlafen auf das Festland. Wir dachten uns, dass es ja unnötig ist, zehn Dollar für eine Pinguintour zu zahlen, wenn man sich auch einfach selbst an den entsprechenden Strand setzen kann. Um sicher zu gehen, dass wir sie auch wirklich nicht verpassen, platzierten wir uns direkt in der verbotenen Pinguinzone. Als jedoch die Tour kam und mit ihren Taschenlampen statt Pinguine nur uns erspähte, ergriffen wir die Flucht. Pinguine haben wir leider nicht gesehen.

Am nächsten Morgen ging es 500 Stufen hoch zum Prospect Hill, dem „höchsten“ Berg Kangaroo Islands.


Von dort aus hatte man eine super Sicht auf das umliegende Land.


Auf dem Weg zur größten Lagune auf Kangaroo Island, tuckerten wir mit 20 km/h auf einer furchtbaren, ungepflasterten Straße entlang, als wir plötzlich einen Koala am Straßenrand im Baum hängend erblickten. Natürlich waren wir außer Rand und Band, unser erster Koala in freier Wildbahn!


Nachdem wir uns endlich vom Koala trennen konnten, machten wir einen kurzen Walk zur größten Lagune auf Kangaroo Island.


Seal Bay, unser nächster Stopp, war ein absolutes Highlight. Schon allein die Aussicht war einfach fantastisch, die am Strand liegenden Seelöwen boten da noch das i-Tüpfelchen. Insgesamt erinnert uns die meiste Aussicht auf Kangaroo Island an eine Mischung aus Holland und Irland, wobei der Bezug zu Holland auch ein bisschen durch das unbeständige Wetter kommt und in Irland waren wir eigentlich auch noch nie ;-).




Pünktlich, nachdem wir unser Programm für diesen Tag abgehakt hatten, zog dann auch der erwartete Sturm auf, der uns aber jetzt glücklicherweise Dank Plane nichts mehr anhaben konnte. Nur der arme Koala, den wir auf unserem Campingplatz direkt neben uns im Baum entdeckt haben (der zweite J) tat uns dann doch etwas Leid. Wir teilten ihm vorm schlafen gehen noch mit, dass unsere Tür immer für ihn offen steht, er hatte unser Angebot jedoch offensichtlich nicht nötig.

Am nächsten Morgen wartete dann little Sahara auf uns. Der Name ist Programm.



Anschließend fuhren wir zum Vivonne Bay, dem angeblich schönsten Strand Australiens. Er war schon sehr schön, aber mit Superlativen ist das ja so ne Sache.


Da das Wetter immer noch recht frisch war, verbrachten wir nicht viel Zeit am Strand und fuhren weiter zu den Kelly Hill Caves. Dort machten wir eine Tour durch die Tropfsteinhöhlen mit dem unglaublich witzigem, 70-jähirgem Tourguide Don. Dieser war von allem selbst am meisten begeistert und da uns wirklich jedes kleines Steinchen erklärt wurde, dauerte die Tour doppelt so lange wie geplant. Er kommentierte jeden Stalagniten und Stalagtiten mit „nice work mother nature“. Die Höhlen waren aber auch wirklich sehr schön!


Nach richtig deutschem Abendessen (Würstchen mit Kartoffelpürre) gingen wir traditionsmäßig nach einem Film auf dem Laptop früh ins Bett, damit wir auch unsere 12 Stunden Schlaf bis 10 Uhr morgens am nächsten Tag kriegen ;-).

Der letzte Tag auf Kangaroo Island war dann nochmal voll von Highlights. Wir fuhren zum Admirals Arch, wo neben Steinfelsen im Meer auch wieder Robben zu bewundern waren. Absolut coole Aussicht und Atmosphäre wegen dem tobenden Meer und dem unbeständigem Wetter.




Nur einen Katzensprung entfernt liegen die Remarkable Rocks. Felsenformationen, geschaffen durch Wind, Sand und Meer (behaupten wir jetzt mal, so ungefähr wars auf jeden Fall ;-)).




Insgesamt hat uns Kangaroo Island super gut gefallen. Einziges Manko: es wird einem wirklich für alles und jedes Geld abgeknöpft. Selbst für Naturgegebenheiten, wie freie Seehunde am Strand, die nun wirklich eigentlich keinem gehören. Von den Spritpreisen ganz zu schweigen… Außerdem begegnen einem grundsätzlich mindestens genauso viele tote wie lebendige Tiere (vor allem Kängurus) am Straßenrand (daher vielleicht auch der Name ;-)).

Nun geht’s in Richtung Great Ocean Road, wo noch mehr Natur und Koalas auf uns warten!

Übrigens noch ein paar organisatorische Infos: unsern Trip ins Outback haben wir auf Ende unserer Reise verlegt und haben schonmal Hin- und Rückflug zum Ayers Rock gebucht, wo wir uns dann ein Auto mieten werden (unseres ist dann hoffentlich schon verkauft).
Und am 19. Mai betreten wir wieder deutschen Boden!

Sonntag, 18. März 2012

Goodbye Shepparton - Hello Adelaide!

Goodbye Shepparton…

DIE Entdeckung der letzten Tage in Shepparton, war eine Redback-Spider, die wahrscheinlich die ganzen letzten Wochen mit uns gelebt hat. Sie zählt zu einer der gefährlichsten Spinnen in Australien und KANN tödlich sein. Besonders gruselig, wir haben sie direkt in unserem Sofa gefunden (inklusive Spinnennetz) welches nun mal DER tägliche Aufenthaltsort schlechthin war.


Zwei Tage vor unserem geplanten Abreisetag mussten wir uns dann ganz schweren Herzens von Conni, Iris, Roman, Thomas und Gaeton verabschieden, die sich zusammen auf einen gemeinsamen Roadtrip machten. Leider in die entgegengesetzte Richtung unserer Route. Da Conni und Iris absolute Jägermeisterfans sind und auch Roman in Frankreich seine eigene „Jägerbar“ eröffnen wird, gab es eine Jägermeister-Abschiedsparty. In weiser Voraussicht konnten wir den Arbeitsbeginn am nächsten Tag immerhin auf 9 Uhr verlegen. Unter Tränen verabschiedeten wir uns dann auch schon in der Nacht nach einem geselligen und lustigen Abend von Conni und Iris. Die Jungs versprachen uns, uns am nächsten Tag im Feld zu besuchen, um sich zu verabschieden.

Um elf Uhr morgens am nächsten Tag im Feld hieß es dann auch Abschied von unseren sehr lieb gewonnen Franzosen zu nehmen. Vor allen von Roman und Thomas fiel uns der Abschied sehr schwer. Immerhin haben wir 6 Wochen zusammen gearbeitet und auch die Abende nach der Arbeit zusammen verbracht. Da ist es auch kein Wunder, dass irgendwer nun unsere mit Tränen garnierten Trauben essen wird, finden wir aber irgendwie auch romantisch ;-).

Im Laufe des Tages haben wir so langsam unsere Fassung gewonnen und uns schon einen schönen Plan für Abends gemacht. Da war es nicht unbedingt eine schöne Überraschung, als um 5 Uhr abends als wir nach der Arbeit auf dem Campingplatz eingetroffen sind, die schon Verabschiedeten immer noch nicht weg waren. Also hieß es nochmal die quälende Abschiedsprozedur durchzustehen.

Der letzte Arbeitstag war dann nicht wie wir zuerst erwartet haben von absoluter Motivation geprägt, sondern einfach nur furchtbar und unendlich lang. Wir mussten die schlimmste Traubenreihe überhaupt pflücken, in der so gut wie jede Traube verschimmelt war und uns nicht selten eine ganze Fliegenwolke aus den Traubenstauden ins Gesicht geflogen ist. I-Tüpfelchen des ganzen war dann noch die plötzlich auftretende Mückenplage und das unaufhörliche, laute, jaulende Gospel“gesinge“ unseres afrikanischen Pflück-Nachbars. Kein Wunder, dass unter diesen Bedingungen auch nochmal der ein oder andere Schluchzer kam.

Nachdem wir den Arbeitstag irgendwie überlebt hatten stand uns die nächste Sensation bevor: Die Campingbesitzerin hatte nämlich, da sie dachte wir wären schon abgereist, all unser Campingequipment in den Müll geworfen oder verschenkt. Mühsam suchten wir uns von fremden Stellplätzen und Mülleimern wenigstens einen Teil unserer Sachen zurück. Der Großteil musste jedoch abgeschrieben werden.

Krönung des Tages war dann die Erkenntnis, dass in Melbourne für die nächsten Tage absolut gar kein Hostelplatz frei ist und wir somit unsere Pläne wieder über den Haufen werfen mussten. Kurzerhand entschieden wir uns direkt  zum 750 Kilometer entfernten Adelaide, der Hauptstadt Südaustraliens zu fahren, und dort St. Patricks Day zu feiern und alles weitere zu planen.

Kleine Erheiterung des Tages: Heimlich haben wir uns zwei Crepes aus Santos Kühlschrank stibitzt, die er von den Jungs als Abschiedsgeschenk bekommen hatte. Wir waren uns nämlich einig, dass wir uns auch ein Abschiedsgeschenk verdient hatten! ;-)



….Hello Adelaide

Donnerstag ging es dann auf der Inlandroute Richtung Adelaide. Natürlich mit typisch australischem Panorama.


Wieder einmal waren die Unterschiede zwischen deutschen und australischen Autobahnen offensichtlich. In Australien führen selbst die Hauptverkehrswege durch jede kleine Stadt, die wirklich alle absolut gleich aussehen. Manchmal wird die Hauptverkehrsstraße zudem so schmal, dass man bei Gegenverkehr in den Schotter ausweichen muss.

Nach einer Zwischenübernachtung auf dem Weg in Adelaide angekommen, wurden wir in unserem Hostel sehr freundlich empfangen. Der Hostelangestellte versprach uns sofort, dass er dafür sorgen würde, dass uns unsere bislang  noch unbekannten sehr netten irischen Zimmernachbarn abends ausführen werden. Bei dem Wort Irisch dachten wir direkt „Jackpot“, da am nächsten Tag ja der irische Feiertag St. Patricks Day vor der Tür stand. Obwohl sich unsere Zimmernachbarn tatsächlich als sehr nett rausgestellt haben, war es doch wieder ungewohnt, ein Zimmer mit 10 anderen Leuten zu teilen. 


Vor allen Dingen, weil sich auch noch der ein oder andere Besoffene halb nackt in der Nacht mitten im Hostelzimmer  für ein Nickerchen auf dem Boden niedergelassen hat.   

Den Tag verbrachten wir gemütlich in der schönen Innenstadt Adelaides mit shoppen. Das war wirklich (!) mal wieder nötig, da einiges an Klamotten beim Fruitpicken drauf gegangen ist und wir uns kleidermäßig den doch schon kühleren Temperaturen anpassen müssen. Adelaide gefällt uns wirklich sehr gut, da es nicht zu groß und nicht zu klein ist. Man kann jede Strecke noch zu Fuß zurücklegen und findet an jeder Ecke nette Grünanlagen und Live-Musik.



Am ersten Abend wurde sich mit Goon schonmal auf den großen Tag eingestimmt. Die Party fand jedoch nur im Hostel statt und wurde nicht mehr nach draußen verlagert.


Nachdem „unsere Iren“ dann am großen Tag mittags von der Arbeit zurückkamen, wurde dann schonmal im Hostel angestoßen und sich komplett in Grün (zumindest wir) auf den Weg zu einer irischen Bar gemacht. Diese hat sich jedoch eher als Gemeinschaftszentrum der irischen Gemeinde von Adelaide herausgestellt mit entsprechendem Publikum (überwiegend Familien) und entsprechendem Programm (traditionell irische Live-Band und Stepptanz). 



Obwohl wir uns dann doch sehr reingeschmuggelt vorkamen, hat es uns super gefallen, so richtig traditionell zu feiern. Nach spätestens 10 Minuten fühlten wir uns auch ganz irisch, vor allem Anika mit ihren Strawberry-Blonden Haaren.


Nach kurzer Rast und kurzem Nap zurück im Hostel ging es dann später noch in die Stadt auf ein Straßenfest direkt vor dem irisch Pub, der jedoch leider proppenvoll war. Während die anderen nachher noch in einen Club weiterzogen, mussten wir leider kapitulieren, wir sind wohl doch nicht so irisch wie die anderen ;-).

Morgen geht’s nun auf nach Kangaroo Island für mehrere Tage, worauf wir uns schon sehr freuen.